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Niedrige Arbeitslosenquote in den Kantonen Aargau und Solothurn

Veröffentlicht am 03.11.2022 von Marcel Penn, Marketing- und Verkaufsleiter Classifieds - Bildquelle: Getty Images
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Sowohl im Kanton Aargau als auch in Solothurn sank die Arbeitslosenquote zuletzt signifikant ab. Diese Entwicklung ist zum Grossteil der Wirtschaft zu verdanken, die weiterhin gut ausgelastet bleibt. Dabei fällt auf, dass die Arbeitslosenquote im Sektor Gastgewerbe besonders hoch ist, obwohl gerade dort gerade intensiv nach neuen Fachkräften gesucht wird.
Die Arbeitsmarktsituation in Aargau

Ende September haben sich im Kanton Aargau insgesamt rund 8.700 Personen arbeitslos gemeldet. Das sind fast 350 weniger als im August. Damit sinkt die Arbeitslosenquote in Aargau auf 2,3 %. Im Vergleich dazu ist die Quote der Gesamtschweiz in diesem Zeitraum um 0,1 % auf 1,9 % gesunken. Bei der Aufschlüsselung der einzelnen Bezirke konnte nur Muri einen Stand von unter 2 % erreichen. Die höchste Arbeitslosigkeit lässt sich hingegen in den Bezirken Kulm und Zurzach mit jeweils 2,6 % nachweisen. Seit August sind außerdem 213 neue Stellen veröffentlicht worden.

Die Arbeitsmarktsituation in Solothurn

Im Kanton Solothurn wurden im vergangenen September insgesamt 2.878 Arbeitslose registriert. Diese Zahl ist um 209 geringer, als die Meldungen im Vormonat. Dadurch konnte der Kanton seine Arbeitslosenquote auf 1,9 % reduzieren, was genau dem Durchschnitt der gesamten Schweiz entspricht. 5.422 Personen waren in Solothurn im September 2022 auf der Suche nach Arbeit, das sind 235 weniger als im August. Daraus geht hervor, dass die Anzahl der Stellengesuche im Vergleich zum Vormonat von 3,8 % auf 3,6 % gesunken ist.

Im Vergleich zum vergangenen Jahr ist die Differenz sogar noch deutlicher: 2021 waren es im September insgesamt 4,8 % der Bevölkerung von Solothurn, die angaben, auf der Suche nach Arbeit zu sein. Der Anteil der Frauen bei den Stellensuchenden betrug im September 48,2 Prozent. Im vergangenen Jahr waren insgesamt 47,0 der Arbeitssuchenden Frauen

Arbeitslosenquote im Gastronomiebereich besonders hoch trotz steigender Nachfrage

Besonders bemerkbar macht sich die Arbeitslosigkeit im Gastronomiesektor bemerkbar. Dieser nimmt hinter dem Gesundheitswesen den zweiten Platz an Berufsfeldern ein, die über eine Vielzahl von unbesetzten Stellen verfügen. Der Grund für die hohe Arbeitslosenquote in der Gastronomiebranche bei einer gleichzeitig hohen Anzahl an unbesetzten Stellen ist vermutlich darin zu finden, dass viele  Arbeitssuchende die Branche wechseln möchten, in der sie bisher tätig waren. Als Ursachen dafür führen Arbeitnehmer die langen Arbeitszeiten, schwere Arbeitsbedingungen und ungenügende Entlohnung an.

Um einen Platz in einem anderen Arbeitsbereich zu bekommen, benötigt man jedoch die dafür notwendigen Qualifikationen, die nicht alle Arbeitssuchenden, die aus dem Gastronomiesektor kommen, auch notwendigerweise mitbringen. So passen die Profile der Bewerber oftmals nicht zu den ausgeschriebenen Stellen, die somit nicht besetzt werden können. Daher soll nun der Bundesrat damit beauftragt werden, in einem Bericht das tatsächliche Verhältnis zwischen Angebot und Nachfrage auf dem Schweizer Arbeitsmarkt zu ermitteln. Dadurch soll es möglich werden, entsprechende Rückschlüsse auf die gegenwärtige Situation zu ziehen und daraus sinnvolle Handlungsmassnahmen abzuleiten.