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Regional, pendeln oder Homeoffice - welchen Arbeitsort bevorzugen Schweizer und Schweizerinnen?

Veröffentlicht am 20.07.2023 von Marcel Penn, Marketing- und Verkaufsleiter Classifieds - Bildquelle: Getty Images
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Schweizer Arbeitnehmer und Arbeitnehmerinnen pendeln und nutzen dafür das Auto. Interessant ist, dass die Corona-Pandemie daran kaum etwas geändert hat. Das Homeoffice erfreut sich keiner so grossen Beliebtheit. Ein längerer Arbeitsweg ist hingegen kein Problem.
Arbeitnehmer und Arbeitnehmerinnen in der Schweiz pendeln zu ihrem Job

Das Pendeln ist für Arbeitnehmer und Arbeitnehmerinnen in der Schweiz eher eine Selbstverständlichkeit als eine Ausnahme. Das Bundesamt für Statistik (BFS) gibt in regelmässigen Abständen Statistiken aus, wie viele Menschen zur Arbeit pendeln. Mehr als die Hälfte der Arbeitnehmer und Arbeitnehmerinnen in der Schweiz haben einen Arbeitsweg, der nicht in der Nähe des Wohnortes liegt. Die meisten von ihnen pendeln mit dem Auto. Dabei legen sie im Durchschnitt 15 Kilometer zurück und benötigen für eine Tour eine halbe Stunde. In vielen Fällen überqueren sie dabei die Grenze zu einem anderen Kanton.

Der Arbeitsort liegt für die meisten Personen weiter entfernt

In der Schweiz pendeln deutlich mehr Arbeitnehmer und Arbeitnehmerinnen zu ihrem Arbeitsort, als dass sie ihren Job vor Ort ausüben. Nur zwei von zehn Personen müssen nicht ins Auto oder in eines der öffentlichen Verkehrsmittel steigen, um ihren Arbeitsort zu erreichen. Von den acht, die sich bei der Wahl ihres Jobs für das Pendeln entscheiden, fahren 51 Prozent jeden Tag mit dem Auto.

Dabei nehmen sie Staus und stockenden Verkehr in Kauf. Das Netz der öffentlichen Verkehrsmittel ist in der Schweiz sehr gut ausgebaut. Dennoch erfreut sich die tägliche Fahrt mit dem Auto bei mehr als der Hälfte der Arbeitnehmer und Arbeitnehmerinnen einer grösseren Beliebtheit als die Nutzung der öffentlichen Verkehrsmittel.

Eine gute Dreiviertelstunde für den Arbeitsweg einplanen

Schweizer Arbeitnehmer und Arbeitnehmerinnen legen mehr Wert auf die Qualität der Arbeitsstelle als auf einen kurzen Arbeitsweg. Dies ergab eine weitere Befragung. Demnach ist es für die Mehrzahl in Ordnung, einen längeren Weg zur Arbeit zurückzulegen. Dies gilt nicht nur für Personen in Regionen, die nicht so strukturstark sind.

Auch rund um die grösseren Städte wird gependelt, nicht selten in andere Kantone. Dabei gaben die Befragten an, dass sie bis zu 47 Minuten fahren würden, um ihre Arbeitsstelle zu erreichen. Bei dem Wert handelt es sich um die gesamte Strecke: Somit kommt ein Arbeitsweg von mehr als zwanzig Minuten in der einfachen Tour für Schweizer und Schweizerinnen in Betracht, wenn sie auf der Suche nach einer neuen Stelle sind.

Unterschiede in den Sprachregionen der Schweiz

Kleine Unterschiede gibt es in den verschiedenen sprachlichen Regionen der Schweiz: In der
deutschsprachigen Schweiz ist der Anteil der Personen, die einen längeren Arbeitsweg in Kauf nehmen würden, deutlich höher als beispielsweise in der Romandie: Deutschsprachige Einwohner sprachen sich zu fast 60 Prozent für einen längeren Arbeitsweg aus. In der französischsprachigen Schweiz sind es deutlich weniger als 50 Prozent.

Nur ein Viertel der Befragten bevorzugen das Homeoffice

Interessant ist die Befragung in Hinsicht auf die Arbeit im Homeoffice: Der Remote-Arbeitsplatz hat sich während der Corona-Pandemie durchgesetzt, um die Vorgaben in Bezug auf den Infektionsschutz einhalten zu können. Mit einem Wert von 24 Prozent gaben etwas weniger als ein Viertel der Befragten an, gern dauerhaft im Homeoffice arbeiten zu wollen. Die anderen Befragten schätzen den Kontakt zu den Kollegen und Kolleginnen und möchten nicht dauerhaft zu Hause arbeiten. Somit bleiben die Schweizer ein Volk von Pendlern und Pendlerinnen, die mit einem mittleren Arbeitsweg kein grosses Problem haben.